23_Pool House Guest: Daniela Merkel – Leidenschaft verschwindet nicht mit Erfahrung.

Shownotes

Daniela Merkel und ich sprechen in dieser Folge über die Verantwortung von Brand Design und warum Gestaltung viel mehr ist als Geschmack oder Dekoration. Vor allem im Verpackungsdesign wird sichtbar, wie schnell Menschen Entscheidungen treffen und wie stark Design dabei unterbewusst wirkt.

Wir sprechen über Marken, die zwar sichtbar sind, aber nichts hinterlassen. Über kreative Arbeit, die immer häufiger nur noch „abgearbeitet“ wird. Und über die Frage, warum Leidenschaft in unserer Branche manchmal fast belächelt wird, obwohl sie wahrscheinlich genau das ist, was gute Gestaltung überhaupt erst möglich macht. Denn vielleicht liegt das Problem nicht darin, dass Designer:innen zu leidenschaftlich sind. Sondern darin, dass viele aufgehört haben, wirklich etwas fühlen zu wollen, wenn sie gestalten.

Eine Folge über Erfahrung, Kreativität, Verantwortung und die Haltung hinter wirklich gutem Design.

Sieht gut für dich aus.

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00:00:12: Ich denke mal laut.

00:00:13: Und heute nicht alleine, heute habe ich wieder eine Gästin bei mir und ich freue mich sehr liebe Dani dass du heute mein Gast bist im Pool House Podcast und stelle dich doch bitte einmal den Hörerinnen vor!

00:00:26: Ja Senja, ich freu mich total denn das ist auch mal erster Podcast.

00:00:30: und dann noch bei dir, ich fühle mich sehr geehrt.

00:00:33: Ich bin Daniela Merkel aus Düsseldorf und ich bin Brand- und Packagingdesignerin für hauptsächlich emotional geladene Storytellingkunden wie aus den Bereichen Kosmetik, Getränke, Food & Leistelprodukte.

00:00:50: Genau das macht mir am meisten Spaß und da bin ich unterwegs!

00:00:56: Ja

00:00:57: schön wir haben uns ja bei einem Event in Köln kennengelernt Da sind wir uns ja das erste mal über den Weg gelaufen.

00:01:05: Und seitdem tauschen wir uns sehr regelmäßig aus, also auch offline will ich erstmal sagen und was sich bei dir immer bewundere ist, was ich einfach nicht kann als Branddesignerin ist Verpackungs-Design oder Menschen, die nicht aus dieser Branche sind.

00:01:25: Aus der Designbranche ist es glaube ich schwer zu erklären warum wenn man doch design kann, kann man irgendwie alles.

00:01:32: aber an Verpackungsdesign habe ich mir wirklich schon die Szene ausgebissen.

00:01:38: erzähl doch mal Das war ja jetzt unser Thema, was wir uns ein bisschen für den heutigen Tag gesetzt haben ist Design-Strategie.

00:01:47: Arbeitest du mit einer Strategie wenn du an deine Projekte rangehst und wenn ja kannst du so ein bisschen erklären oder erzählen wie das bei dir im Business Alltag dann aussieht?

00:01:58: Ja auf jeden Fall mit Strategie.

00:02:00: ich kann auch gar nicht mehr anders denn Strategie ist für mich super essentiell Denn es erklärt ja einfach.

00:02:09: also Ich sage immer Strategie First und dann erst Design, denn die Strategie erklärt dein ganzes Warum.

00:02:17: Also woher kommst du?

00:02:20: Wer bist Du eigentlich Dein Charakter deiner Haltung um darauf einfach das Fundament zu bauen?

00:02:28: also alles was wirklich... essentiell ist, was dich ausmacht trägt die Strategie und darauf setzt du danach erst das Design.

00:02:37: Also du musst erstmal in dieser Strategie alles wissen von deinem Kunden, von deiner Marke um dann nachher auch das Design darauf aufzubauen im Sinne von es zu übersetzen.

00:02:49: also ich erkläre es auch immer so ich bin da eigentlich der Übersetzer deiner Werte.

00:02:54: ja und das ist bei einem Verpackungsdesign tatsächlich nochmal Ja, ich will nicht sagen genau so wichtig.

00:03:02: Ja schon natürlich!

00:03:03: Also wenn man von Brand Design und Verpackungsdesign spricht ist es bei beiden gleichermaßen wichtig.

00:03:09: aber ich würde fast noch sagen dass es im Packaging-Design noch so viel wichtiger ist einfach weil du dich im gleichen Artenzug im gleichen Moment im Regal beispielsweise wieder findest und neben gefühlten zwanzig Alternativen mit Bewerbern direkt durchsetzen musst.

00:03:31: Also wenn du jetzt mal überlegst im Brand Design bist ja nur du als Person oder als Unternehmen in dem Moment sichtbar, so auch da muss man natürlich auf den ersten Blick die Wirkung erzeugen zu verstehen worum geht es denn hier genau und wen möchte ich damit erreichen?

00:03:45: dass man auf einem erstblick erkennt Worum geht das?

00:03:49: aber beim packaging design ist nicht nur das wichtig sondern Ich muss mich einfach auch direkt erklären Nicht nur wer ist die Marke dahinter, sondern auch was ist das für ein Produkt?

00:04:00: Was kann es?

00:04:01: Was leistet es?

00:04:02: Warum brauche ich

00:04:03: das?".

00:04:04: Und ich habe daneben eben noch die zwanzig Konkurrenten, die anderes Gleiche sagen wollen.

00:04:10: Also im Normalfall um mich davon abzuheben und direkt so zu wirken dass der Kunde mich wahrnimmt und mich versteht.

00:04:22: Ja du hast total recht und zwar dass du sagst also in einem Ja, bei einer Personal Brand zum Beispiel.

00:04:28: Wenn wir das als Beispiel nehmen sind ja nicht unmittelbar links und rechts andere Konkurrenten die genau dass gleiche machen oder genau das gleiche Produkt verkaufen anders als wenn du wirklich im Supermarkt bist und vor einem Regal sag ich mal Schokolade stehst dann siehst Du halt auf einen Blick jede Schokolad.

00:04:49: Und da muss natürlich das eine Verpackungsdesign in irgendeiner Form herausstechen zwangsläufig wahrscheinlich, einfach nur nicht gegen den Strom schwimmen sondern ja auch im besten Fall dann auch noch vermitteln wofür es steht.

00:05:07: Also sagen wir mal Schokolade ist in der Regel blau-braun das ist so Milka vollmilch hat irgendwie vollblau als Farbe bekommen, das wird irgendwie jetzt so zugeschrieben.

00:05:23: Rot ist Marzipan, grün ist Haselnuss, also das ist ja irgendwie fast überall so egal wo man hinguckt.

00:05:29: und dann würde es ja jetzt zum Beispiel keinen Unterschied machen dass du sagst okay ich überleg mir eine neue Farb Range damit dich halt anders aussehen als andere anderen sondern wie kann ich in dem sage ich mal gewohnten gelernten Umfeld trotzdem noch meine Einzigartigkeit herstellen.

00:05:53: Ja, das stimmt ja.

00:05:55: also da schließen total viele Sachen mit ein beim Packaging Design die man eben beachten muss.

00:06:01: nicht nur die Information und Lesbarkeit auf den ersten Blick was

00:06:05: schon wirklich einen Riesen Gap

00:06:07: macht.

00:06:07: und da komme ich nochmal darauf zurück was du gerade meintest dass viele Designer vielleicht Das mache ich noch mal so mit und das kann ja nicht so schwierig sein.

00:06:17: Aber genau da ist nämlich auch auf die Schwierigkeit es so zu gestalten, dass es eben auf den ersten Blick plakativ auffällt und sich absetzt von anderen und trotzdem noch lesbar ist.

00:06:30: Beispielsweise würde man ein Logo einer Marke auf einer Verpackung ganz anders platzieren als in einem Personal Brand Design.

00:06:41: Das muss da viel mehr auffallen und sich absetzen, auf den ersten Blick.

00:06:46: Die Proportionen sind dann meist auch ganz anders.

00:06:48: die Schriftarten sind viel bolder und Farbcoding ist einfach auch wichtig.

00:06:54: Also es kommen einfach so viele Dinge, auch so viel psychologische Dinge mit rein.

00:06:59: Auch die Farbgebung an sich.

00:07:01: Welche Codes gelten wofür wie du gerade schon nanntest bei der Schokolade?

00:07:04: Das gibt das bei allen Produkten.

00:07:06: oder auch die Verpackungsformen, die Verpackungsart Die Haptik ist super wichtig.

00:07:12: welche Materialien werden verwendet Wie liegen sie in der Hand was?

00:07:17: Alles spiegelt halt auch eine Wirkung In dem ersten Moment wieder ob bis zum Beispiel günstiges Produkt ist für jeden Tag oder ob es eben die Luxus-Variante davon ist, was ganz anderes vermitteln soll.

00:07:33: Auch Exklusivität.

00:07:34: Es gibt zum Beispiel Salze, ja?

00:07:36: Die verwendest du einfach jeden Tag, die kosten vielleicht von einer Eigenmarke dann irgendwie neunsechzig Cent und du kannst das gleich... also du kannst aber auch Salz kaufen für sechzehn Euro beispielsweise weil es aus einer ganz besonderen Gegenstand und Handgeschöpft ist mal wegen und Das muss das Design dann eben auch auf den ersten Blick leisten, dass man das versteht und auch die Begehrlichkeit dann weckt.

00:08:02: Und das Geld dafür ausgeben mag.

00:08:04: Ja, ja... Es ist so spannend!

00:08:07: Ich liebe Verpackung und das stört mich auch ein bisschen, dass ich da irgendwie ... Dass ich das nicht so richtig hinbekomme.

00:08:16: Dafür habe ich aber auch glaube ich viel zu wenig Projekte.

00:08:19: Aber vielleicht ist es ja auch einfach gut wenn man einfach weiß

00:08:22: was

00:08:23: die eigene Expertise ist, wo die Stärken liegen und das dann auszubauen.

00:08:29: Aber nochmal zu deiner Strategie also dass was du sagst macht alles total Sinn.

00:08:33: jetzt hören uns vor allem ganz ganz viele Designerinnen zu und fragen sich okay wie ich jetzt auch Ich verstehe dass die haptik wichtig ist Dass sofort erkannt werden muss worum es geht ob es günstig ist ob es ja premium ist.

00:08:52: Wie komme ich denn dahin, das alles zu ermitteln?

00:08:57: Was ist ein Design-Strategie?

00:09:00: oder machst du einen Markenworkshop mit deinen Kundinnen.

00:09:03: Liefern die dir das schon?

00:09:05: Oder wie ist es so in deinem Projektalltag?

00:09:09: Also zunächst stelle ich erstmal ganz viele Fragen weil ich im Prinzip das warum erfahren möchte.

00:09:16: also wo kommen sie her?

00:09:19: was macht sie aus?

00:09:23: Ja, für wen macht man das ganz überhaupt und warum?

00:09:29: Dass man da so anhand von ganz vielen Fragen nicht nur die Expertise erkennt sondern eben auch Charakterhaltung und die eigenen Werte.

00:09:38: So und das lasse ich meine Kunden schon auch erstmal in Ruhe für sich selber ausfüllen denn die Erfahrung gemacht, dass da schon auch ein bisschen Zeit benötigt wird und sie da dann gerne die Zeit für sich erst mal haben.

00:09:52: Und das sind ja alles Dinge, die man erstmal runterschreiben kann als Kunde.

00:09:58: Dann gehen wir zusammen mit diesen Antworten tatsächlich in einen Strategiemarkt-Workshop – ich nenne den aber Strategieworkshop weil es sind ja nicht immer Marken auch für Produkte sondern ich mache auch Branddesign für Personen, die jetzt keine Produkte anbieten.

00:10:16: Das ist nicht gut, das habe ich entfernt.

00:10:23: Und da gehe ich dann nochmal viel tiefer rein.

00:10:26: also da will ich auch die ganzen Warums wissen.

00:10:29: man kann mir ja sagen Ich möchte gerne innovativ wirken oder minimalistisch sein.

00:10:40: Und dann frage ich ja aber, warum denn eigentlich?

00:10:42: Was bedeutet das vor allen Dingen für dich?

00:10:44: Für den einen bedeutet Minimalismus was ganz anderes als für den anderen.

00:10:48: und also da gehe ich dann wirklich auch nochmal rein in das Verstehen- und Hinterfragen und noch mal ein paar Etagen tiefer, also ganz viele Warmsfragen um dann da nochmal so'n bisschen zu rauskrüstern wie wer bist du denn eigentlich konkret und wie soll das Ganze wirken?

00:11:07: Und das machen wir immer eins zu eins im Workshop, genau.

00:11:10: Der geht dann auch tatsächlich sehr lange und bis wir dann Angst geklärt haben.

00:11:15: Wie lange geht der ungefähr?

00:11:17: Ich würde sagen schon drei Stunden ungefähr.

00:11:20: Das kommt ein bisschen drauf an wie rätselig manche aus sind.

00:11:25: Manche können das sehr schnell beantworten, manche brauchen ein bisschen Zeit zum nachdenken.

00:11:31: Ja und damit gehe ich dann in die Analyse für mich selber Und ordne die ganzen Antworten, sortiere.

00:11:40: Was ist wirklich wichtig?

00:11:44: Wo ist das riesige Potenzial und geht dann danach in die tatsächliche Strategie und in das Konzept?

00:11:52: Ja!

00:11:55: Okay, wir haben Fragen gestellt.

00:12:00: Wir haben ein Workshop gemacht.

00:12:05: Antworten aus dem Workshop in die Analyse und daraus entsteht, hast du gerade gesagt eine Design Strategie beziehungsweise ein Design Konzept.

00:12:16: Kann man das also?

00:12:20: wie ist da so deine Herangehensweise?

00:12:22: Du hast dann deine Antworten und wirst du ab dem Zeitpunkt dann visuell also dass du dann wirklich ins Gestalten übergehst.

00:12:31: nach der Strategie Workshop weinst du

00:12:34: Genau, auch

00:12:35: noch nicht direkt.

00:12:35: Also dann analysiere ich erstmal und sortiere die Antworten für mich und übersetzt sie dann in... also dann werden die Markenwerte rauskristallisiert, die Positionierung, dann weiß ich alles über die Zielgruppe, auch so Dinge wie wie tickt die Ziel-Gruppe?

00:12:54: Was ist Ihnen wichtig?

00:12:56: Warum ist es genau diese Zielgruppee?

00:12:58: Wie denkt Sie, wie fühlt Ja, und was würde sie zum Beispiel vergleichweise auch kaufen?

00:13:07: Was ist ihnen wichtig und was auch gar nicht.

00:13:11: Was ist dem Kunden dabei wichtig?

00:13:13: Was darf dabei auch auf gar keinen Fall verloren gehen nur um der Zielgruppe gerecht zu werden?

00:13:18: also da wären ganz viele Dinge erst mal geklärt Und daraus entwickelt sich dann tatsächlich der der elementare Kreis der sich dann übersetzen lässt ja und dann erst danach geht es Individualisierung im Sinne von welche Bildwelt passt dazu, die diese Werte dann als Stimmung übertragen lassen.

00:13:38: Welche Farbwelten?

00:13:40: Welche Schriften passen dazu?

00:13:42: und in dem Konzept... In der Konzeptvorstellung.

00:13:46: Also ich teile dann in der Regel zwei Konzepte, die sehr unterschiedlich sind und erkläre die dann auch mir erstmal mit ganz vier Worten bevor man was sieht.

00:13:58: Ja Und dann entscheidet man sich für eine der beiden Konzepte und geht weiter in das ausgefertigte Design.

00:14:08: Also in die weitere Ausarbeitung, ja?

00:14:10: So arbeite ich eigentlich auch, dass man mit zwei Routen häufig reingeht.

00:14:18: Erst wenn klar ist, welche Richtung es wird, dass sie in die andere Ausarbeitungen gehen.

00:14:23: Ja, also genau.

00:14:23: Weil ich glaube für viele ist der Begriff Design-Strategie irgendwie neu und ich glaube ja hab' ich schon so das Gefühl.

00:14:34: Also das heißt Neu aber ja dass wir halt... Ich glaube unter Strategie wird vor allem du kommst ja auch ursprünglich aus der Agentur Welt ne?

00:14:43: Du warst ja nochmal in der Werbeagentur sowie ich auch.

00:14:48: Da waren für mich Strategien, die erst mal vorgedacht haben bevor es überhaupt ans Design übermittelt wurden.

00:14:58: Die haben sich den Markt angeschaut.

00:15:01: wo wird dieses Produkt?

00:15:02: Wir bleiben jetzt einfach mal bei Produkten weil das ja auch irgendwie dein Thema ist.

00:15:06: Wo wird dieses produkt platziert und warum?

00:15:11: welche Medien benötigen wir, damit wir irgendwie Aufmerksamkeit erzielen können.

00:15:17: Wie ist die Tonalität?

00:15:18: Also ist das Produkt eher laut leise verspielt reduziert was auch immer edel oder zugänglich für jeden Und nachgelagert kam dann immer erst quasi, also in meiner Zeit ist es halt auch schon ein paar Jahre her.

00:15:42: Ich bin jetzt schon über zehn Jahre selbstständig aber das wird dann die Designer dazu gerufen wurden dass dann bitte jetzt einmal visuell umzusetzen.

00:15:50: Kennst du das auch so?

00:15:51: Ich meine wir hätten da schon mal drüber gesprochen.

00:15:54: Ja kenne ich auch so.

00:15:57: Tatsächlich wurde aber teilweise von uns das auch verlangt mitzudenken.

00:16:03: Das kam ein bisschen auf den Kunden an, auf das Projekt an und auch in welcher Agentur.

00:16:09: Also ich habe in verschiedenen Agenturen gearbeitet.

00:16:11: aber klar je größer die Agentur desto mehr Abteilung und desto meer Experten im Prinzip.

00:16:22: Jetzt wird ja irgendwie heutzutage auch ganz viel so gesagt, ich baue dir dein Produkt oder deine Marke mit einem Fundament.

00:16:33: So.

00:16:34: Fundament ohne Fundament keine Marke und es basiert alles auf deinen Werten.

00:16:39: trotzdem sehe ich da immer qualitative Unterschiede.

00:16:46: Sind halt

00:16:47: auch so Buzzwords?

00:16:50: Ja genau!

00:16:54: Also ich denke jetzt auch einfach laut.

00:16:56: Ich habe darauf gar keine Antwort jetzt gerade, ja?

00:16:58: Also eine Design-Strategie ist er jetzt nicht alleine.

00:17:03: Wir wissen oder wir kennen deine Zielgruppe, wir kennen deinen Angebot und wir wissen irgendwie keine Ahnung für Begrifflichkeiten die wir zusammen definiert haben aber gar nicht weiter erörtert haben.

00:17:21: Und dann fängt das...

00:17:22: Design an.

00:17:24: Und warum fühlen sich manche Marken trotzdem noch austauschbar

00:17:30: an

00:17:31: und manche on point?

00:17:33: Das ist für mich immer so.

00:17:34: die große Frage, die ich mir stelle.

00:17:39: Spannende Frage.

00:17:40: Also spontan würde ich einfach mal sagen, die einen haben sich vielleicht mehr Gedanken darüber gemacht, wen sie im Detail erreichen wollen wie die Zielgruppe dann tatsächlich tickt, also das was ich gerade meinte dass man sich wirklich vor Augen führen muss.

00:17:58: Wie denkt so die Ziel-Gruppe?

00:18:00: Wo kauft sie ein, wie kauft Sie einen?

00:18:03: eher emotional und so weil impulsartig oder wirklich außen aus einem klaren Nied heraus und dass man das bis ins kleinste Detail durchdenkt und danach dann die Marke auch aufbaut, also dass da auch kein Zufall überlasten wird.

00:18:24: Also das man es wirklich zu Ende denkt bis ins kleine Detail.

00:18:28: Da kann ich mir schon vorstellen, dass manche das eben tiefer machen länger machen als andere und

00:18:35: auch

00:18:36: Mut beweisen.

00:18:37: Das sehe ich auch ganz oft.

00:18:39: Also je mutiger eine Marke ist und für sich einsteht und für seine eigenen Werte einstehen im Sinne, von das man je nach Außen hin auch präsentiert.

00:18:49: Egal wie die dann aussehen, dass man das einfach viel mehr greifen kann als Kunde.

00:18:55: Das ist einfach dann viel emotionaler und versteht man dann automatisch mehr und ist dadurch natürlich nicht so generisch austauschbar.

00:19:04: also wenn alles irgendwie gleich aussieht nur um vorsichtig zu sein, um möglichst allen zu gefallen Ja, dann kann man es einfach nicht so greifen und dann gibt es eben auch noch zehn Alternativen.

00:19:18: Also ich rate immer dazu auch wirklich mutig sich selber zu vertreten und möglich voranzugehen.

00:19:28: Ich denke da auch gerade dran also vor allem sich die Fragen ehrlich zu fragen.

00:19:34: Erst mal glaube ich das ist immer noch selbst wenn jetzt Designer sagen hey ich arbeite Mit einem Fundament, wir erörtern erst gewisse Dinge.

00:19:47: Glaube ich trotzdem dass es Unterschiede gibt in der Qualität der Fragen

00:19:52: die bestellt werden

00:19:53: also was halt wirklich genau und ich glaube auch das das auch ein Erfahrungsding tatsächlich irgendwann ist.

00:20:01: Also das ist natürlich da irgendwie auch so eine Art Blaupause sicherlich gibt, aber ich glaube auch umso sicherer man sich in seiner eigenen Rolle wird was man eigentlich selber auch von Design erwartet.

00:20:13: Umso mehr weiß man auch an manchen Stellen vielleicht spontan in einem Workshop welche Fragen man stellen sollte.

00:20:20: und dann was ich jetzt gerade auch rausgehört habe ist und das finde ich eigentlich auch super spannend.

00:20:26: Ich glaube viele, ob das jetzt die Marken sind.

00:20:29: Die vertrauen ja am Ende auch nur den Designern.

00:20:33: Aber dass man immer auf Nummer Sicherheit geht.

00:20:37: Nicht auf Nummer-Sicherheit, aber auf NUMMER-SICHER geht.

00:20:39: Dass man denkt okay, aber zu viel davon könnte die wieder abschrecken und dann könnte das hier falsch verstanden werden?

00:20:48: Und ich glaube wenn man so versucht es allen recht zu machen, dann verschwindet man eigentlich nur!

00:20:53: Dann wird's gar nicht greifbar.

00:20:56: Und ich hatte das, glaube ich in einer letzten Podcast-Folge auch.

00:21:00: Ich weiß gerade nicht mehr mit wem es war... Das Thema Reibung!

00:21:07: Dass Reibunk eigentlich so spannend ist und dass das ja eigentlich das Feld ist was die Persönlichkeit am Ende herausstellt.

00:21:17: Also ob wir jetzt oder Charakter sagen will, Charakter weil auch ein Produkt kann einen gewissen Charakter haben den es irgendwie vertreten soll sowie halt Menschen oder sonst ne?

00:21:28: Ich glaube, wenn man da auch mal ein bisschen auf Reibung geht und Gespräche führt im Vorfeld die vielleicht nicht ganz angenehm sind.

00:21:39: Sondern Fragen zu stellen, die deine Kunden erstmal in Verlegenheit bringen oder stottern lassen oder sie wissen eben nicht sofort die Antwort Ist ja auch unangenehm, ne?

00:21:51: Du kommst mit deiner Marke und hast auf gewisse Fragen keine Antwort.

00:21:55: Du solltest sie ja eigentlich im besten Fall am allerbesten kennen!

00:22:00: Und dann fühlen sich ja viele Kundinnen so ein bisschen auf den Schlips getreten.

00:22:04: Es ist ja eine unangeniere Situation.

00:22:06: Dann kommt auch Rückmeldung wie Ja aber das ist doch jetzt nicht relevant Wir müssen halt... Wir dürfen niemanden auslassen, wir müssen alle ansprechen.

00:22:17: Weil hier Tante Erna vielleicht ja auch mal Lust auf weil sie nicht was hat?

00:22:22: Ja ein Pickelstift oder so und ich glaube da fängt es dann an dass dann halt auch viele in ihrer Rolle als Designerin nicht sicher genug sind dem auch eben irgendwie stand zu halten sozusagen.

00:22:38: Ich möchte das aber trotzdem wissen.

00:22:40: Und ja, okay vielleicht spielt das für uns keine Rolle.

00:22:43: Aber ich muss das wissen und weiß wie ich das immer verargumentiere.

00:22:46: Ich sage ich brauche das für meine kreative Ja

00:22:52: Aber es ist doch auch so.

00:22:54: Man braucht das auch wirklich und nur da in solchen Sachen kann man auch die wahre Seele und den Charakter des Unternehmens oder des Produktes, was auch immer dann nach hinten raus ist.

00:23:06: Es ist für beiden ja gleich auch erfahren und das Potenzial sehen nach draußen.

00:23:12: also das ist für mich super elementar und es ist einfach nur wichtig, die da heranzuführen.

00:23:18: Und ich finde sie brauchen auch gar nicht auf den Schlipsgetreten fühlen, denn das ist ja so ein gemeinsames Miteinander im Gespräch wie du ausstattest die richtigen Worte finden, die richtungen Fragen stellen und auch nochmal wenn die eine Frage vielleicht nicht beantwortet werden konnte noch mal eine zweite dritte oder von hinten rum oder Beispiele zu nennen oder so.

00:23:38: Es gibt so viele Möglichkeiten da dann doch an seine Antworten zu kommen.

00:23:42: Aber ich sage auch immer, doch!

00:23:44: Ich muss das wissen und sonst kann ich meine Arbeit nicht gut machen.

00:23:48: Und dann funktioniert es auch

00:23:48: eigentlich... Genau, ich sag auch mal, sonst passiert bei mir nix.

00:23:50: Ich brauche Bilder!

00:23:51: Ich brauch Bilder und bin eine kreative Person und du musst mir da jetzt weiterhelfen.

00:23:57: Das ist aber total auf die Angst und ich muss sagen, ich bin ja auch reingewachsen.

00:24:01: Ja klar!

00:24:02: Die ersten Kundengespräche Anfänge sind wahrscheinlich auch nicht immer gut gelaufen und man ist so ein bisschen rumgeeiert, okay der Kunde ist König.

00:24:16: Dann höre ich jetzt an der Stelle auf zu fragen.

00:24:18: Ich möchte ja dass irgendwie alle eine gute Zeit haben bis irgendwann sich bei mir so einen Schiff entwickelt hat das ich gedacht habe naja aber es tut dem Projekt nicht gut.

00:24:30: also das Projekt is König So, nicht der Kunde.

00:24:33: Ich kann das ja auch alles trotzdem auf eine sehr freundliche nahbare Art machen und dann vielleicht auch noch mal erklären warum und weshalb ich da jetzt nochmal ein bisschen mehr reingehe.

00:24:45: zum Beispiel hatte ich kürzlich auch einen Kickoff und da hat die Kundin dann immer wieder gesagt so Ja aber hast du dir meine Website noch nicht angeguckt?

00:24:56: Also das steht doch... und dann habe ich gesagt, ja doch!

00:24:58: Ich hab sie mir angeguckt.

00:24:59: Und da steht auch alles da irgendwie.

00:25:02: aber ich möchte es jetzt einmal in deinen Worten hören und ich möchte einmal und das ist bei mir immer so ein Schlüssel.

00:25:10: Ich möchte einmal dass du ins Reden kommst mit einer völligen Begeisterung über dein Produkt Ja.

00:25:16: Ich möchte, dass du im Gesicht strahlst wenn du mir davon erzählst wie genial das eigentlich ist was du da auf diesen Markt bringen möchtest egal ob es eine Dienstleistung ist oder so.

00:25:27: und dann fange ich an zu verstehen was da überhaupt transportiert werden muss.

00:25:33: ich finde immer ich muss selber auch die Begeisterung spüren Und denken, ja mega!

00:25:39: Was hast du dafür?

00:25:40: Ein tolles Produkt.

00:25:41: Ja das... und dann fängt auf in mir so was an.

00:25:45: Das müssen wir doch der Welt zeigen wie toll das ist.

00:25:51: Aber kürzlich hat auch jemand zu mir gesagt ach dass war bei mir bei den Anfängen.

00:25:56: als ich angefangen habe zu arbeiten hatte ich auch noch eine Leidenschaft wie Du.

00:26:00: und dann sagte ich ja ich bin aber auch schon zwanzig Jahre im Beruf Ich bin nicht am Anfang Die muss man sich auch erhalten und erarbeiten.

00:26:10: Und für mich ist das, wenn ich ... Also Kreativität kann nicht stumpf abgearbeitet werden.

00:26:18: Das geht einfach nicht!

00:26:20: Das ist kein Abarbeitungsjob.

00:26:22: Das ist ein Impuls, den man nachgeht.

00:26:27: Ein Gefühl... Und dann natürlich immer – und da sind ja auch die Gefahr von uns Designerinnen – mit Blick auf, sind wir noch auf Kurs?

00:26:36: sind wir noch.

00:26:37: Verliere ich mich gerade, weil ich Designerin bin und das liebe und selber gerade eine Begeisterung entfache?

00:26:44: Und deswegen ja auch irgendwie für mich immer diese Strategie.

00:26:48: Sind wir noch auf Kurs?

00:26:49: Sind wir da wo wir hin wollen?

00:26:50: oder also auch für mich einfach meine Leitplanken zu definieren damit ich nicht irgendwo ne Abzweigung nehme und spätestens in der Präsentation mein Kunde denkt so, wo kommt das denn her?

00:27:02: Es war cool aber Bin ich so, ne?

00:27:06: Aber durch die Strategie und alles was man davor erst erstmal arbeitet macht er dann auch alles automatisch Sinn.

00:27:12: Also du hast ja für alles eine Erklärung.

00:27:14: Und das wurde mir auch schon so oft gespiegelt dass sie das eben auch so toll an dieser gemeinsamen Arbeit finden dass es nicht mehr darum geht ob ihnen jetzt etwas gefällt, ob es schön aussieht.

00:27:30: Sondern dass es einfach total Sinn macht und logisch ist das es so aussehen muss oder kann.

00:27:36: Es gibt ja dann schon auch noch mal ein zwei Möglichkeiten.

00:27:40: aber, dass es so auf jeden Fall Sinn macht.

00:27:43: Dass das jemand auch so erarbeitet und so erklärt, dass das einfach auf dem ersten Blick verständlich ist.

00:27:50: Ist auch im Teil eine kleine Persönlichkeitsentwicklung für den Kunden.

00:27:54: immer wieder merke ich, das ist wirklich ein richtig schöner Prozess.

00:27:59: Ja und ich finde was ich dann auch sehe also ich habe mir dann auch erarbeitet okay Ich bin nicht nur Designerin, ich bin eben auch Strategien, ich Bin auch Kundenberaterin.

00:28:12: Und so langsam es kommt natürlich auch auf die Zielgruppe an.

00:28:15: Ich hab jetzt keine großen Unternehmen oder Konzerne oder so sondern eher wirklich viele Soloselbstständige oder sehr kleine Teams von maximal vier Personen oder so, dass es fast auch schon so ein Coaching-Charakter hat.

00:28:34: Also indem man halt wirklich gezielte Fragen stellt und ich muss aber sagen das mache ich ja nicht weil ich dir jetzt coaching möchte und den noch einen zusätzlichen Gefallen tun möchte sondern wirklich in allererster Linie aus unternehmerischer Sicht.

00:28:52: und da komme ich nochmal an den Punkt, nein.

00:28:54: Ich mache das hier nicht nur leidenschaftlich weil ich jetzt gerade aus dem Studium komme.

00:28:59: Ich habe einen unternehmerischen Gedanken dabei!

00:29:01: Weil wenn ich das Produkt fühle dann kann ich auch On-Point arbeiten und hinten raus entsteht ein riesiger Rattenschwanz an Feedback schleifen oder Unmissverständnissen sondern es ist von Anfang an geklärt wir reiten emotional als auch rational auf der gleichen Welle.

00:29:26: Und ich glaube, das ist eben total wichtig und das lässt sich halt auch.

00:29:30: dann finde ich häufig nicht nur in Stelle jetzt jedes mal diese gleichen Fragen vielleicht anfangs ja schon um so ein Gesamtbild abzuzeichnen aber irgendwann muss ich natürlich auch so ein bisschen an den Kern herankommen was da überhaupt drin steckt.

00:29:49: Ja,

00:29:51: dem ist nichts hinzuzufügen.

00:29:54: Das kann ich so unterschreiben.

00:29:56: Aber da komme ich auch wieder ins ... ja sehr auch irgendwie so mein Thema ne?

00:30:01: Da komme ich ja immer irgendwie dann ins Reden.

00:30:04: Genau also noch mal zu dir auch und du machst halt nicht nur Produktdesign wo ich ja total neidisch drauf bin was jetzt glaube ich alle schon irgendwie rausgehört haben Und ich würde es halt auch gerne können Ich hab nie.

00:30:22: Sondern du machst ja auch Brand Design?

00:30:25: Ja,

00:30:27: genau erzähl mal da hat sich ja auch in den letzten Jahren ... Du bist ja jetzt auch schon total lang selbstständig... Auch hier vieles getan.

00:30:36: so in der Branche Darf ich dich fragen wie du vor allem Kunden generierst ob du Akquise machst oder Ja, was genau du tust damit Kunden dich finden und dann dich herantreten?

00:30:54: Ja ich mache viele Sachen parallel aber also jetzt zum Beispiel Sichtbarkeit über Social Media beispielsweise den Content erstellen.

00:31:06: Ich darüber generiere auch würde ich sagen fünfzig Prozent meiner Kunden den anderen Teil dann tatsächlich auch über die Webseite, über das Menschen bestimmtes Bedürfnis googeln oder bestimmte Wörter googeln und mich dann dabei finden.

00:31:31: Also ich habe anscheinend zumindest im Moment – das ist ja vielleicht doch immer so ein bisschen phasenabhängig – da eine Sichtbarkeit gefunden wird über LinkedIn, Instagram und dann Webseite.

00:31:45: Das ist so dieses Konstrukt.

00:31:47: also man guckt irgendwie überall und dann kommt man zu mir ins Erstgespräch.

00:31:51: Ich bin natürlich auch auf Netzwerkveranstaltungen regelmäßig unterwegs und positioniere mich da dann.

00:32:00: aber das ist dann eher ein Long-Term Ding.

00:32:03: Das kommt es eigentlich eher seltener zustande.

00:32:08: ja so mache ich das eigentlich in erster Linie.

00:32:12: Es gibt ganz viele Sachen, die hier und da automatisch passieren.

00:32:18: Aber so gewinne ich meine Kunden.

00:32:20: Früher war es viel Empfehlung das ist heute tatsächlich gar nicht mehr so konkret.

00:32:27: Hattest du deine Zeit?

00:32:29: Weil ich hatte auf jeden Fall ja eine Zeit, die mich extrem nervös gemacht hat als nämlich keine Empfehlungen mehr reinkamen Gab es so eine Zeit bei dir auch und wo du dann gemerkt hast, du ja irgendwie ist diese Branche im Wandel.

00:32:45: Warum auch immer?

00:32:47: Wahrscheinlich auch KI geschuldet.

00:32:51: Gab's bei dir also einen Punkt, wo du dachtest okay jetzt wirds kritisch, jetzt verändert sich was?

00:32:57: Ja, das war ziemlich genau dreiundzwanzig.

00:33:03: Dreiundzwanzig und vielen zwanzig waren schon vor allen Dingen dreinzwanziger.

00:33:08: Und, ja.

00:33:09: Ich war dann so ein bisschen achter waren also da war es mal total gut, mal wieder total gar nicht und da habe ich dann einfach auch gelernt wie wichtig Akquise einfach ist.

00:33:19: Also bis zu den Zeitpunkt hatte ich nämlich sehr viel Empfehlungsgeschäft hab dann aber auch gemerkt dass das nicht immer die richtigen Empfeilungen waren und konnte mich darauf auch gar nicht mehr verlassen.

00:33:32: logischerweise von jetzt auf gleich gemerkt, okay, jetzt muss ich unbedingt was ändern.

00:33:39: Denn so kann es nicht weitergehen und dann bin ich voll in dieses Aquise-Learning

00:33:45: eingetaucht.".

00:33:47: Und jetzt macht's mir auch Spaß!

00:33:48: Was hast du denn da gemacht?

00:33:51: Also bist du dann quasi ... war das der Schritt zu sagen... Du sagst das ja auch in Social Media, Instagram LinkedIn.

00:33:59: War das dann der Punkt wo du gesagt hast vorher habe ich das nicht so richtig genutzt aber jetzt nutze ich es wirklich als Aquisetool.

00:34:05: Ja, genau.

00:34:06: Also ich habe mir dann auch Hilfe geholt,

00:34:09: eine

00:34:11: Mentorin und haben das Ganze dann durchleuchtet was da alles noch am Potenzial liegen geblieben ist.

00:34:19: all die Jahre aufgrund meiner... Ich hab ja sehr viel für Agenturen gearbeitet oder auf Empfehlung für andere Kunden, die mich dann wiederum empfohlen haben aus dem Unternehmerischen Bereich, also Unternehmer an sich so meine ich.

00:34:37: Und das ist dann eben alles weggefallen.

00:34:39: und da habe ich dann gemerkt okay du musst dieses Thema Akquise jetzt unbedingt lernen weil Du hast es bis dato nie gemacht und weißt auch gar nicht wie Du's anfangen und richtig machen sollst.

00:34:49: und da hab ich es dann angepackt und gelernt ja und auch so ein Sales Prozess auf die Beine zu stellen.

00:34:56: Wie macht man das in meinem Fall?

00:34:59: Ja das war wirklich goldfältig

00:35:03: Da kommen ja auch wieder so dieses unternehmerische Denken.

00:35:06: Das ist... Ich will gar nicht sagen, dass das früher nicht nötig war aber ich erzähle auch immer gerne, dass ich in die Selbstständigkeit gestartet bin wirklich mit Anfragen, die weiß ich nicht woher die kamen denn ich hatte weder eine Website, ich war gar nicht also wie man es heute sagt sichtbar sondern es war wirklich irgendwie ein Klingel der sich da aufgebaut hat und dann habe ich halt immer wieder die nächste Anfrage und so weiter bekommen.

00:35:35: In meinem Fall muss ich nur auch leider sagen, dass ich dann auch in so einer Spirale gefangen war weil ich mich nicht ordentlich von Anfang an positioniert habe sondern aus dem Gedanken heraus Ich muss jetzt erstmal alles annehmen Weil ich bin ja neu auf dem Markt Und muss ja auch mein Rechnung zahlen Ja, genau.

00:35:58: Und dann so alles gemacht habe.

00:35:59: aber dann finde ich ist es halt auch irgendwann wenn du da so fest drin sitzt ja in diesem Rad und dich halt dann auch alle als die kennen dich da irgendwie raus zu bewegen und zu sagen, ja Moment ich kann aber doch eigentlich noch viel mehr als nur eben irgendwie schnelles Feuer löschen.

00:36:19: Und hier und da irgendwie eine schnelle Aktion mit euch durchziehen.

00:36:23: Ich kann richtig Marken denken also das ist eben auch ne Qualität die ich habe und das fand ich... Also da muss ich fast sagen dass mir diese Krise zugute kam Weil ich dann die Chance hatte, genau aus diesem Kreislauf eben auszubrechen.

00:36:41: Und das war bei mir auch... ...dreiundzwanzig-vierundzwzig war bei mei auch ein ganz schlimmes Jahr!

00:36:47: Aber wie war das denn für dich?

00:36:49: Ähm... Dann plötzlich also ich weiß ja nicht wie sichtbar du auch da vor warst Ich, wie gesagt, nicht sehr sichtba Dich dann plötzlich so zu zeigen War das eine Überwindung oder war es für dich so?

00:37:03: Ja gut, dann machen wir das.

00:37:07: Er war es so, ja wohl dann machen wir das.

00:37:10: Aber ich habe natürlich auch jetzt nicht von heute auf morgen tausend Prozent die Sichtbarkeit für mich mit meinem Gesicht beispielsweise wenn du das meinst in die Kamera sprechen und Fotos usw.

00:37:23: Das hab' ich dann erstmal nicht gemacht sondern ich habe tatsächlich erst mal Projekte gezeigt, Projekten vorgestellt sich hinter den Projektern ein bisschen... Ja, heute würde ich sagen versteckt.

00:37:34: Aber so bin ich da erstmals langsam reingeschlittert und dann bekommt man ein Gefühl dafür und dann ging das eigentlich ganz gut.

00:37:48: also ja muss schon sagen es hat doch eigentlich ist mir nicht so schwer gefallen.

00:37:53: aber Es ist auch heute noch nicht so dass sich jeden tag in die kameraspreche oder so.

00:37:58: das jetzt auch nicht.

00:38:00: Das hat dann eher was mit meinem Zerdecken zu tun, als

00:38:04: dass ich mich nicht trauen

00:38:05: würde.

00:38:06: Ja ja das ist mein Thema!

00:38:08: Ich denke einfach

00:38:08: grundsätzlich zu ihm.

00:38:11: Ja ich glaube aber, dass viele machen die den... vielleicht ist das ja jetzt auch etwas, was wir so für diese Folge auch den Hörerinnen mitgeben können.

00:38:23: Ich finde, was du gerade schönes gesagt hast.

00:38:25: Du hast erst mal angefangen deine Projekte zu zeigen.

00:38:27: klar wir sagen jetzt aus unserer heutigen Perspektive Wir haben uns dann noch versteckt.

00:38:32: aber ich finde das ist ja auch vielleicht einfach mal ein erster Schritt.

00:38:35: also sozusagen fang doch erstmal an überhaupt Zu zeigen was du tust bevor du dich selber zeigst und versteck dich halt also so liebevoll nicht bewertet erst einmal hinter deinen projekten und taste dich halt so voran weil Bei mir war es auch so, dass ich... Ich weiß auch noch.

00:38:54: Ich habe auch noch das Foto und das werde ich auch glaube ich immer mal wieder rausholen und bei Instagram zeigen wie ich so ein eigenes Foto von mir mit Selbstauslöser hier in unserem S-Zimmer für unseren Sideboard gemacht hab.

00:39:08: Und dann habe ich mir so einen Grafikdesignbuch unter den Armen geklemmt und habe dann so dargestanden und hab dann ein Foto gemacht und habe mich gar nicht wohl gefühlt.

00:39:20: Und wenn ich dann überlege, heute hatte ich eine Story.

00:39:22: Ich habe es zweimal in die Kamera gesprochen das erste mal weil ich mich verhasbelt habe und das ging einfach nicht und beim zweiten war's auch nicht so richtig perfekt.

00:39:33: aber ich dann aus einem unternehmerischen Gedanken heraus entschieden habe ich habe keine Zeit Das muss jetzt raus und das ist in vierundzwanzig Stunden ist das Ding weg?

00:39:49: Ja, wahrscheinlich.

00:39:51: Aber ich will halt auch mal sagen damit man zeigt sich nicht ... Also es macht auch Spaß aber nicht in erster Linie weil das so viel Spaß macht.

00:40:04: Man zeigt es weil man ein Unternehmen hat und Dinge verkaufen möchte und dass halt einfach dazu beiträgt, dass Menschen halt verstehen wer du bist und was du machst.

00:40:19: Und ich glaube, vielleicht könnte das auch die ein oder andere unterstützen oder dabei helfen sich das mal bewusst zu machen.

00:40:28: Du machst es nicht weil du dich irgendwie ... keine Ahnung dein Ego polieren möchtest, indem du zeigst wer du was du tolles machst.

00:40:36: Das hat ja irgendwie finde ich immer so in unserer Gesellschaft wird es ja direkt als negativ bewertet wenn man sich zeigt jetzt fühlt die sich irgendwie besonders toll sondern nein!

00:40:47: Ich habe Verantwortung für mein Business übernommen und ich weiß eben was ich kann und ich mach das sichtbar.

00:40:52: Und ich glaube wenn mal mit dem Mindset vielleicht auch einfach daran geht dann fällt einem das auch viel leichter.

00:40:58: Ja definitiv und auch wenn man halt über seine Angebote spricht, über sich selbst spricht und das sind ja alles Informationen die wichtig sind um sie einen Kunden zu erreichen.

00:41:11: Und letzten Endes wollen wir denen auch nur helfen.

00:41:14: also die sollen uns ja auch finden und uns greifen können und dass geht eben nur indem man sich auch zeigt und ja und auch spricht.

00:41:22: ich hatte auch ein Gespräch mit Bianca von Schönfabrik.

00:41:28: Hier eine schöne Grüße an der Stelle, sag ich bewusst hier in diesem Podcast weil wir drei uns auch sehr oft austauschen und das möchte ich jetzt auch mit dir teilen.

00:41:38: sie hat den Begriff Brandfluenza genannt und den auch ausgeführt.

00:41:48: Obwohl sie mir den jetzt oder obwohl wir denen jetzt irgendwie analysiert haben, beleuchtet haben und so weiter gehe ich trotzdem immer noch relativ viel damit spazieren.

00:41:57: Und er schwebt so um mich herum in meinen Gedanken.

00:42:02: Ich habe eigentlich was ich irgendwie ganz schön finde welche Resonanz oder welches Fazit ich aus diesem Begriff ziehe ist.

00:42:12: Wir machen unseren

00:42:13: Kunden

00:42:14: ja eigentlich vor... Wir sind das beste Beispiel Wie wir eine Marke sichtbar machen, nämlich uns.

00:42:24: Und wie wird das irgendwie auf verschiedensten Arten und Weisen tun können?

00:42:28: Zum Beispiel indem ihr in einer Story sprechen was für Worte wir benutzen Was wir von unserem Leben teilen, was wir nicht von unserem leben teilen Wie wir eben auch mit Brandfarben umgehen Mit Formen mit Schriften usw.

00:42:43: Wir sind ja eigentlich die beste Referenz damit unsere Kunden verstehen können, was es heißt eine Marke zu sein die sichtbar wird.

00:42:54: Ja

00:42:55: und wir influenzen quasi diese Marke.

00:42:59: oder das Markenverständnis weil er sich auch ein bisschen verschoben hat ist nicht mehr nur noch ne Marke die Coca-Cola heißt sondern es gibt halt jetzt so viele kleine Marken.

00:43:11: irgendwie finde ich passt das wirklich ganz gut.

00:43:13: Ich weiß gar nicht, ob es diesen Begriff schon gibt oder ob Bianca den wirklich jetzt kreiert hat für uns.

00:43:19: aber fühlst du das auch?

00:43:22: Ja total.

00:43:23: also das ist so ein Vorleben einfach vor Reiter sein und vorangehen und dass so ganz normal im Alltag an Kleinigkeiten auch zeigen was es bedeutet das zu sein.

00:43:36: dieses Vorleben ja

00:43:38: genau das ist schon

00:43:39: ganz gut erklärt

00:43:42: Ja, krass.

00:43:43: Also wir sind hier von – ich blätter mal in meinen Notizen – von Designstrategie über Akquise und Übersichtbarkeit gekommen.

00:43:54: Ich finde ja auch das eine geht ohne das andere nicht.

00:43:58: Das ist wirklich etwas, was ineinander greift oder?

00:44:03: Auf jeden Fall!

00:44:06: Das aber mal so zu verstehen, das mal so benennen finde ich ist ja auch total hilfreich.

00:44:12: Jetzt

00:44:13: werde ich dir noch eine fiese kleine Abschlussfrage stellen, auf die ja nie jemand vorbereitet ist?

00:44:18: Oh je!

00:44:24: Was würdest du jetzt an der Stelle nach unserem Gespräch den Hörerinnen gerne noch mitgeben?

00:44:32: Vielleicht stellen wir uns jetzt mal einen Designerin vor, die da jetzt sitzt und zuhört und denkt Ja macht alles Sinn aber wie fange ich denn an?

00:44:41: auf jeden Fall anzufangen, auch in kleinen Steps und nicht direkt schon sich den Kopf darüber zu zermatern wie das perfekte Ganze nach hinten raus ist.

00:44:53: Denn die Steps dahin sind wichtig!

00:44:56: Und wenn ich eins gelernt habe im Laufe der Zeit es dass man sich immer weiterentwickelt also man ist nie perfekt oder angekommen.

00:45:07: Ich mach mein Job jetzt ja auf wie du schon echt sehr viele Jahre, also ich war vor fast zehn Jahren Agenturen und bin jetzt siebzehn Jahre selbstständig.

00:45:17: Und es ist heute immer noch so – ich meine, ich gehe auch in deine Masterclasses weil ich auch jetzt immer noch merke heutzutage und wahrscheinlich auch in zehn Jahren oder in zwanzig Jahren mal guckt immer wieder ganz anders auf die Dinge und kann sein eigenes denken, seine eigene Arbeit wie ich mit Kunden arbeite was ich da mache immer wieder schärfen und neu justieren.

00:45:45: Und das macht es auch so spannend daraus und dass ist der Prozess wie's auch immer wieder besser wird.

00:45:50: von daher anfangen und mit dem dankbar und zufrieden sein wie man sich vielleicht bisher schon entwickelt hat und die nächste Zeit entwickelt und einfach darin vertrauen dass der Anfang der Schlüssel für alles ist.

00:46:07: Ja, total.

00:46:07: Das hast du total schön gesagt.

00:46:10: und auch finde ich, obwohl wir beide ... Ich hab gerade große Augen gemacht als du erzählt hast wie lange du jetzt auch schon im Business bist.

00:46:21: Neugierig bleiben ne?

00:46:22: Und beobachten

00:46:25: ja uns immer wieder anpassen.

00:46:27: also ich habe auch nicht Brandon Packaging Design vor Da sind ja echt zwanzig Jahren in der Qualität gemacht, wie heute.

00:46:37: Das ist auch ganz logisch und da auch in der Zeit rauszukristallisieren und selber herauszufinden was liegt einem besonders gut?

00:46:47: Was kann ich besonders gut und was auch überhaupt nicht das dann auch mal sein zu lassen.

00:46:56: Ja, weil du es vielleicht auch noch nie richtig...

00:46:58: also du würdest es gerne...

00:47:00: also was weißt ihr nicht ob das nicht könntest wenn du es zeitlang probieren würdest oder meinst du nicht?

00:47:05: Ja wahrscheinlich.

00:47:06: Also die Neugierde und die Bereitschaft ist zu lernen wäre auf jeden Fall da.

00:47:13: aber ich überlasse es auch gerne einfach dann weil es so Experte sind wie jetzt.

00:47:16: Du kannst ja andere

00:47:17: Dinge schon sehr gut.

00:47:18: Genau, ich mache andere

00:47:20: Sachen.

00:47:22: Genau.

00:47:22: Und das ist doch auch das Schöne an unserem Beruf, dass wir einfach Dinge machen dürfen, die wir richtig gut kürden, an dem wir richtig viel Spaß haben und damit anderen Menschen noch helfen und Geld verdienen.

00:47:33: Also das finde ich... Und das noch in einer Flexibilität war nicht das Mache wie viel ich das mache auf welche Art und Weise ich das mach.

00:47:42: Das ist für mich tatsächlich der größte Luxus.

00:47:46: Ja, total!

00:47:48: Ja, super schön.

00:47:49: Ich glaube da haben wir einen schönen Abschluss gefunden.

00:47:53: Liebe Dani ich bedanke mich ganz herzlich für deine Zeit dass du hier im Pool House Podcast bei mir warst.

00:48:00: es war sehr sehr schön wie immer wenn ich mit dir spreche und ich werde natürlich alles in den Show Notes verlinken damit sich alle auch mal ein Bild von dir machen können.

00:48:12: Genau

00:48:13: Vielen Dank!

00:48:14: Ich danke dir das

00:48:15: ich heute hier sein durfte

00:48:18: Und dann verbleiben wir einfach so, wenn ihr losgehen möchtet.

00:48:22: Dann macht es in eurem Tempo, in euren Schritten.

00:48:24: bleibt neugierig!

00:48:26: Denn dann sieht es gut!

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